In diesem Modul verwaltest du Lagerübergabe-Belege. Der Beleg hält fest, wenn Ware von einem Standort (Lager) an einen anderen Standort übergeben wird — zum Beispiel vom Zentrallager in die Filiale. Diese Anleitung zeigt die Bearbeitungsseite eines einzelnen Belegs: wie du einen neuen Beleg anlegst, wie du pro Position festlegst, woher die Ware kommt und wohin sie geht, und was beim Abschluss passiert.
Die möglichen Status eines Lagerübergabe-Belegs sind: Entwurf, Abgeschlossen, Storno, Storniert — ein neuer Beleg beginnt immer als Entwurf; beim Abschluss wird er Abgeschlossen, beim Löschen Storniert. Storno gehört zur gemeinsamen Statusliste des Systems, lässt sich bei diesem Belegtyp aber in der Oberfläche nicht setzen. Die Einschränkungen der einzelnen Status erklärt der Abschnitt Häufige Fragen.
Klicke auf Hauptmenü / Bestandsverwaltung / Lagerübergabe / Neu, dann öffnet sich ein leerer Beleg. Einen vorhandenen Beleg öffnest du über Hauptmenü / Bestandsverwaltung / Lagerübergabe / Liste. Oben auf der Seite findest du die Reiter Aktionen, Zusatzfunktionen und Ansicht und Layout, darunter den Belegkopf, dann den Reiter Positionen und die weiteren Reiter. Die Screenshots stammen aus der ungarischen Oberfläche, daher sind die Beschriftungen darauf ungarisch.
Im Belegkopf findest du die folgenden Felder — eine ausführliche Beschreibung der Pflicht- und optionalen Felder steht im Abschnitt Feldbeschreibung:
Dieser Beleg hat weder Partner noch Währung: Die Übergabe ist eine interne Bestandsbewegung, deshalb legst du Quell- und Zielstandort pro Position fest.
Den Inhalt des Belegs erfasst du im Reiter Positionen mit den Schaltflächen über der Positionstabelle. Bei diesem Belegtyp verwaltest du die Positionen mit folgenden Schaltflächen:
Im Positionsfenster (Schaltfläche Neu) stehen oben die Produktdaten. Wenn du in das Feld Artikelnummer tippst, schlägt das System passende Produkte vor; die Bezeichnung des gewählten Produkts wird automatisch ausgefüllt, und mit dem Aktualisieren-Symbol neben dem Feld lädst du die Produktdaten neu. Die Bezeichnung ist ein Pflichtfeld, die Menge ist die zu übergebende Stückzahl (auch Dezimalwerte sind möglich).
Die beiden Bereiche des Positionsfensters bestimmen, woher die Ware kommt und wohin sie geht:
Wenn du den Quell- oder Zielstandort änderst, wird das zugehörige Lagerplatzcode-Feld geleert, weil Lagerplatzcodes an einen Standort gebunden sind — wähle den passenden neu aus.
Die Schaltfläche Speichern im Positionsfenster erfasst die Position im Beleg (nur im Status Entwurf sichtbar), mit Schließen schließt du das Fenster ohne Speichern. Existiert das eingegebene Produkt noch nicht in den Stammdaten, zeigt das System einen Fehler und bietet an, daraus ein einfaches Produkt oder eine Dienstleistung anzulegen.
Bei Produkten mit Seriennummern erscheint im Positionsfenster außerdem der Reiter Liste der Seriennummern. Mit der Schaltfläche Neue Zeile hinzufügen erfasst du zeilenweise Menge, Individualnummer und Haltbarkeit. Bei einem Produkt mit Seriennummern ist die Angabe der Individualnummer Pflicht: ohne sie meldet das System einen Fehler, dass das Produkt eine Seriennummer erfordert. Beim Abschluss des Belegs wandern die Seriennummern an den Zielstandort.
Neben dem Reiter Positionen gibt es weitere Reiter:
Im Reiter Aktionen findest du die Schaltflächen, die den Lebenszyklus des Belegs steuern:
Mit der Schaltfläche Herunterladen im Reiter Aktionen kannst du den Beleg im Format CSV, XLSX oder PDF herunterladen.
Im Reiter Zusatzfunktionen findest du zusätzliche Möglichkeiten für die tägliche Arbeit: Gesendete E-Mails ansehen, eine Neue E-Mail senden (über das externe oder das im System integrierte interne Postfach), ein Neues Produkt oder einen Neuen Partner anlegen sowie eine Neue Aufgabe zum Beleg erstellen. Im Reiter Ansicht und Layout kannst du mit der Schaltfläche Oberfläche und Funktionsweise (Felület és működés) die Darstellung des Datenblatts anpassen; diese Einstellung wird an deinen Benutzer gebunden gespeichert.
Bevor du den Bereich Ziel ausfüllst, wirf einen Blick auf die Bestandstabelle unter Quelle: Liegt das Produkt auf mehreren Lagerplatzcodes, siehst du sofort, wie viel jeweils verfügbar ist. Besteht eine größere Lieferung aus mehreren Produkten, erfasse alle als einzelne Positionen im selben Beleg — ein einziger Abschluss bewegt dann alles, und es entsteht nur je ein Warenausgang- und Wareneingang-Beleg.
Die Felder im Belegkopf und in den Reitern sowie ihre Bedeutung:
| Feld / Element | Pflicht | Beschreibung |
|---|---|---|
| Belegnummer | Die eindeutige Kennung des Belegs (z. B. TRANS000062/2026). Sie entsteht automatisch beim ersten Speichern und ist von Hand nicht editierbar. | |
| Status | Der Zustand des Belegs (Entwurf, Abgeschlossen, Storno, Storniert). Bei einem neuen Beleg Entwurf; das System ändert ihn durch Aktionen (Abschluss, Löschen). | |
| Belegdatum | Der Tag der Belegerstellung, wird automatisch ausgefüllt und ist nicht editierbar. | |
| Leistungsdatum | Das Datum, an dem die Übergabe tatsächlich erfolgt; im Kalender wählbar. Ohne Wert lässt sich der Beleg nicht speichern, geändert werden kann es nur im Status Entwurf. | |
| Interne Bemerkung | Eine nur innerhalb des Unternehmens sichtbare Notiz; sie lässt sich auch aus einer gespeicherten Textvorlage laden. | |
| Rechnungsadresse | Im Reiter Einstellungen wählbar: welche Firmenadresse auf dem Beleg steht. | |
| Projekt, Auftragsnummer, Abteilungsnummer | Optionale Zuordnungsdaten im Reiter Einstellungen, für Auswertungen und das Filtern nach Kostenstellen. Existiert der Wert noch nicht, kannst du ihn mit dem Symbol direkt anlegen. |
Die Spalten der Positionstabelle im Reiter Positionen und die dazugehörigen Felder des Positionsfensters:
| Feld / Spalte | Pflicht | Beschreibung |
|---|---|---|
| Bezeichnung | Der Name des zu übergebenden Produkts; wird bei der Produktauswahl automatisch ausgefüllt. | |
| Artikelnummer | Die eindeutige Artikelnummer des Produkts, mit der es in den Stammdaten identifiziert wird. Bei der Eingabe schlägt das System das passende Produkt vor. | |
| Menge | Die übergebene Menge in der Einheit des Produkts (z. B. Stk.). Auch Dezimalwerte sind möglich. | |
| Quelllager | Das Feld Standort im Bereich Quelle des Positionsfensters: aus dem Bestand welchen Standorts die Ware entnommen wird. | |
| Quell-Lagerplatzcode | Das Feld Lagerplätze und Regale auf der Quellseite: aus welchem Regal die Ware entnommen wird. Du wählst aus den Lagerplatzcodes des Quellstandorts. | |
| Quellpalette | Das Feld Paletten und Container auf der Quellseite: von welcher Palette bzw. aus welchem Container die Ware entnommen wird. | |
| Ziellager | Das Feld Standort im Bereich Ziel des Positionsfensters: an welchen Standort die Ware gelangt. | |
| Ziel-Lagerplatzcode | Das Feld Lagerplätze und Regale auf der Zielseite: in welches Regal die Ware gelegt werden soll. Bleibt es leer, kommt die Ware ohne konkretes Regal an den Zielstandort. | |
| Zielpalette | Das Feld Paletten und Container auf der Zielseite: auf welche Palette bzw. in welchen Container die Ware gelegt werden soll. |
Die Belegnummer vergibt das System beim ersten Speichern automatisch (z. B. TRANS000062/2026), damit die Nummerierung lückenlos und eindeutig bleibt. Deshalb ist sie vor dem Speichern leer und lässt sich nie von Hand ändern.
Der Abschluss führt die Bestandsbewegung aus, deshalb sind Kopfdaten und Positionen danach nicht mehr editierbar, und im Positionsfenster erscheint auch die Schaltfläche Speichern nicht. Die Schaltfläche Abschluss steht ebenfalls nur im Status Entwurf zur Verfügung; versuchst du, einen bereits abgeschlossenen Beleg erneut abzuschließen, meldet das System einen Fehler. Hast du mit falschen Daten abgeschlossen, nutze die Option Löschen und kopieren: Sie löscht den Beleg (samt zugehörigem Ausgang und Eingang) und legt eine Kopie an, die du korrigieren und erneut abschließen kannst.
Speichern erfasst nur die Daten: Der Beleg bleibt Entwurf, der Bestand bewegt sich nicht, und du kannst jederzeit zurückkehren. Der Abschluss führt die Übergabe aus: Dabei entstehen der automatische Warenausgang- und Wareneingang-Beleg, und die Produkte wechseln an den Zielstandort. Bist du dir bei den Daten sicher, erledigt Speichern und abschließen beides in einem Schritt.
Löschen kannst du nur Belege im Status Entwurf und Abgeschlossen; ein Stornierter Beleg lässt sich nicht erneut löschen (das System meldet, dass das Löschen nur im offenen oder abgeschlossenen Status möglich ist). Nach dem Löschen hat der Beleg den Status Storniert und lässt sich nicht wiederherstellen. Beim Löschen eines abgeschlossenen Belegs werden auch der automatisch erstellte Warenausgang- und Wareneingang-Beleg gelöscht, sodass der Bestand zum Quellstandort zurückkehrt.
Es gibt zwei typische Gründe. Erstens ist das Leistungsdatum ein Pflichtfeld: Ist es leer, erscheint darunter die Meldung Kötelező értéket megadni (Pflichtwert). Zweitens braucht der Beleg mindestens eine Position — ohne Position speichert das System nicht. Im Positionsfenster sind außerdem die Bezeichnung sowie der Quell- und der Ziel-Standort Pflicht, prüfe also auch diese. Die Rechnungsadresse im Reiter Einstellungen ist ebenfalls Pflicht.
Der Reiter erscheint nur bei Produkten mit Seriennummern. Verwendet das gewählte Produkt keine Seriennummern, genügt für die Übergabe die Angabe der Menge; Seriennummern musst du nicht erfassen.
Im Reiter Verknüpfte Belege der abgeschlossenen Übergabe, wo du sie über das Symbol am Zeilenende auch öffnen kannst. Wie der Ausgangsbeleg funktioniert, liest du in der Anleitung Warenausgang-Beleg, und frühere Übergaben findest du mithilfe der Anleitung Lagerübergabe-Liste.
Das Modul erscheint nur dann im Menü, wenn es deinem Benutzer zugewiesen ist. Fehlt es, bitte den Administrator deines Unternehmens, die Modulzuweisung deines Benutzers zu prüfen.
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